
Dazu eignet sich nun eines ganz besonders gut:
Dennoch, auch Kaninchen lieben die Abwechslung und wollen und können nicht nur vom Heu leben. Wir möchten ja auch nicht immer nur Brot essen.
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Nun gibt es da noch zwei Mögichkeiten.
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Da ist es dann schon fast egal, ob sie nun frische Grünpflanzen (Gäser, Äste und Blätter), knackiges Gemüse oder Obst bekommen.
Sie fressen es sehr gerne und es passt auch hervoragend in ihren Ernährungs- und Verdauungsplan. Äste sind zudem auch noch für die Abnutzung der Zähne sehr wichtig.
Kaninchen sind Pflanzenfresser und ihr Verdauungsorgan ist auch ganz darauf ausgelegt regelmäßig pflanzliches Grünfutter zu bekommen. Da ist
es dann auch kein Wunder, dass sie dieses Futter immer einem konzentriertem oder getrocknetem Futter
vorziehen.
Doch auch beim Grün- und Saftfutter gibt es einige Dinge zu beachten.
Das jeweilige Futter muss möglichst frisch sein. Da ist es egal, ob es nun der Ast vom Baum oder
die Möhre aus dem Garten/Geschäft ist. Natürlich ist da "natürlich" immer besser. Das heißt, nach
Möglichkeit ohne Konservierungsstoffe und ungespritzt.
Bitte beachten wo man Grünfutter sammelt. Gänzlich ungeeignet sind Straßenränder. Hier ist das Grünzeug
zu stark mit Abgasen belastet. Auch auf sogenannten "Gassiwegen" sollte man wegen der Krankheitsübertragung
durch den Hundekot verzichten. Gespritze Äcker oder gedüngte Wiese sind auch verboten. Gerade letzteres
wird sehr unterschätzt oder nicht bedacht. Ich selber hätte den Fehler bald gemacht und unsere Tiere
als sie ganz neu bei uns waren auf eine kurz vorher gedüngte Wiese gestellt. Was ja eigentlich nur gut
gedacht war (die Tiere sollten endlich raus dürfen) hätte fatale Folgen haben können.
Eine schöne und auch für die Kaninchen abwechslungsreiche Idee ist der Knabberbaum.
Man kann ihn wie ich einfach aus einem
Stück Balken basteln oder einen dickeren Ast nehmen. Auf jeden Fall ist es für die Tiere interessant ihre "guten Gaben" von
diesem Baum zu fressen.
Ich selber habe einen alten Wäschespinnen-Ständer als Ersatzbaum umfunktioniert. Das Loch im Boden wo eigentlich die Spinne rein kommt dient nun als Asthalter. Die Tiere freuen sich jedes mal wenn neuer Nachschub kommt, knabbern aber auch immer gerne an den alten Ästen.
Im Sommer, wenn genug frisches Grünfutter zur Verfügung steht, kann meiner Meinung nach gänzlich auf Trockenfutter verzichtet werden. Die Tiere ernähren sich nur mit Heu und Grünfutter am natürlichsten und laufen nicht Gefahr zu dick zu werden. Wenn immer ausreichend Heu zur Verfügung steht und täglilch Grünfutter gereicht wird ist es wohl die gesündeste Ernährung für die Tiere.
Als kleine Richtline kann man für einen kleinen Zwerg ca. 1-2 Eßlöffel Futter nehmen und für
einen größeren Mischlingszwerg oder einem Zwergwidder ca. 2-3 Eßlöffel Futter pro Tag.
Hier sei noch einmal erwähnt, dass das Kaninchen das ganze Futter fressen soll und darüber hinaus auch noch am Heu knabbern muss. Bleibt etwas vom Trockenfutter im Napf ist es ein eindeutiges Indiz, dass viel zu viel Trockenfutter gefüttert wurde.
Kaninchen neigen sehr dazu sich nur die leckeren Sachen aus dem Futter zu suchen und "vergessen" dabei das für sie (und vor allen Dingen für die Zähne) so wichitge Heu. Also lieber nicht sofort neu auffüllen, sondern das Tier dazu bewegen das gesunde Heu zu fressen. Das geht leider nur indem man kein
neues Futter auffüllt. Das mag dem einen oder anderen etwas hart erscheinen, dient aber
letztendlich nur der Gesundheit des Tieres. Und die Gesundheit wollen wir unseren Tieren doch
alle erhalten.
Es sollte jedem klar sein, dass den Tieren immer genug Wasser zur Verfügung stehen muss. Egal
ob sie nun Trocken- oder Saftfutter bekommen. Natürlich ist Wasser bei alleiniger Gabe von Trockenfutter (was ich nicht als ideal ansehe)
noch wichtiger.
Ich möchte hier nochmals erwähnen, dass unsere Tiere mittlerweile in den Sommermonaten gänzlich Trockenfutterfrei ernährt werden.
In der Regel wird das Trinkfwasser für die Tiere in sogenannten Trinkflaschen gereicht. Meiner Erfahrung nach trinken Zwergkaninchen aber wesentlich lieber und somit auch mehr aus einfachen Näpfen. Wir sind aus diesem Grunde auch komplett von den Trinkflaschen abgekommen. Den Tieren wird durch die unnatürliche Körperhaltung das Trinken erschwert.