Ganz wichtig ist dabei der Punkt: Allergien!!
Wichtig ist auch, dass abgeklärt ist, wer sich um die Tiere kümmert wenn Urlaubszeit ist. Das wird oft bei der Anschaffung nicht bedacht und die Probleme fangen dann zur eigentlich schönsten Jahreszeit an.
Wenn diese ersten Hürden genommen sind muss man sich für eine Rasse entscheiden.(Ein bisschen Werbung für die eigene Rasse muss ja auch sein :-).
Die Frage ob das oder die Tiere in der Wohnung oder Draußen gehalten werden sollen muss geklärt sein und ein entsprechender Käfig angeschafft werden. Für ein Kaninchen sollte der Käfig schon eine Breite von ca. 1 m, für zwei Tiere besser noch größer sein. Doch auch ein noch so großer Käfig ist zu klein zum Rennen, Springen und Haken schlagen. Die Tiere brauchen häufig Auslauf - auch in der Wohnung. Wenn man die Tiere dann beobachtet merkt man sehr schnell wie toll sie das finden und wie nötig sie den Auslauf brauchen.
Kaninchen sind Rudeltiere und fühlen sich alleine sehr einsam, aus dem Grunde rate ich immer zu zwei Tieren. Wenn man mal beobachtet hat, wie liebevoll sie sich gegenseitig putzen und miteinander kuscheln möchte man dieses Verhalten gar nicht mehr missen.
Oft wird auch die Verbindung Meerschweinchen und Kaninchen empfohlen. Die Tiere haben ähnliche Bedürfnisse was das Futter und die Haltung angeht und bekämpfen sich auch in der Regel nicht. Dennoch ist es so, dass sie sich nicht verstehen, sie können nicht miteinander kommunizieren!!! Meerschweinchen und Kaninchen haben verschieden Lautäusserungen. Sie leben nebeneinander her oder gehen eine Zweckgemeinschaft ein aber es ist nie ein Ersatz für einen gleichartigen Lebensgefährten!!
Der Stall für draußen muss gut isoliert sein, damit die Tiere dann auch bei Minustemperaturen nicht frieren. Leider musste ich bisher feststellen, dass die gekauften Ställe da nicht ausreichen und das handwerkliche Geschick gefragt ist. Mit ein paar Brettern, Draht und etwas Styropor ist aber schnell ein schöner Stall gebaut.
Als Innenausstattung brauchen sie eine Wassertränke, einen Futternapf, eine Heuraufe, eine Hasentoilette und ein Häuschen zum rein schlüpfen und drauf sitzen. Dazu kommt das Heu, Stroh, Einstreu und Strohpellets für die Kaninchentoilette. Nicht zu vergessen ist auch die Transportbox. Diese brauchen sie auch für spätere Tierarztbesuche.
Für den Bau eines Freigeheges empfehle ich lieber gleich aus Dachlatten und Draht ein ca. 1 Meter hohes Gestell zu bauen. Die im Geschäft erhältlichen Pirks sind zu klein und auch nicht hoch genug. Das Netz ist kein ausbruchsicherer Schutz und auf jeden Fall ist ein Eigenbau viel günstiger.
Futter wird in der Regel vom Züchter mitgegeben und kann somit erst später eingefüllt werden.
Bei der Wahl der Tiere sollte nicht nur auf die Optik sondern viel mehr auf den Zustand der Tiere geachtet werden. Die Tiere müssen sauber, munter und aufmerksam sein. Der Po sollte frei von Kot und die Augen ohne Verklebungen und klar sein.Ein gewissenhafter Züchter nimmt sich Zeit für sie um evtl. Fragen gerne zu beantworten, bietet auch für später seine Hilfe an und gibt ihnen seine Anschrift für späteren Kontakt mit.