Wie für uns Menschen und wohl auch alle anderen Haustiere gibt es auch für Kaninchen zur Vorsorge Impfungen, damit sie nicht an sehr anteckenden und oft tödlich verlaufenden Infektionskrankheiten erkranken.
Bei der Frage ob und wenn ja gegen was alles geimpfen werden soll, ist sehr entscheident ob
das Tier in der Wohnung oder draussen gehalten wird. Ich mag in dieser Hinsicht nicht auf
das Thema eingehen. Diese Frage sollte jeder mit dem Tierarzt seines Vertrauens besprechen.
Ein Tier aus Unwissenheit oder Kostengründen nicht zu impfen ist aber ein großes Vergehen
am Tier!
Jeder sollte sich bevor er ein Tier aufnimmt imformiert haben welche Bedürfnisse
(und dazu zählt auch die medizinische Versorgung) so ein Lebenwesen hat.
An dieser Stelle sind nun die empfohlenen Impfungen für Zwergkaninchen genannt und erklärt.
RHD
(Rabbit Hemorrhagic Disease)
Diese sehr ansteckende Viruserkranken hat sich von China aus seuchenartig über ganz
Europa verbreitet. Aus diesem Grunde wird sie auch Chinaseuche genannt.
Diese, beim Wild- und Hauskaninchen vorkommende tödliche Erkrankung hat einen sehr schnellen Verlauf und es sind bisher keine
Behandlungsmöglichkeiten bekannt.
Die verendeten Tiere haben häufig Blut an der Nase und auch in Lunge und Darm werden im
nachhinein Blutungen festgestellt.
Die Impfung sollte jährlich durchgeführt werden.
Myxomatose
Diese Seuche stammt aus Südamerika. Sie wurde in der Mitte des vorherigen Jahrhunderts in Australien
künstlich verbreitet um die dortigen Wildkaninchenbestände zu reduzieren. Durch das unvorsichtige
Handeln eines Arztes gelang die Seuche von Frankreich aus nach ganz Europa.
Die Viruserkrankung wird duch blutsaugende Insekten wie z. B. Stechmücken übertragen.
Die Krankheit beginnt in der Regel mit Lidbindehautrötungen, Schwellungen der Augenlieder, der
Nasengegend und der Lippen. Auch die Geschlechtsteile und Aftergegend schwellen an. Vielfach
treten im gesamten Hautbereich Knötchen bis zur Haselnußgröße auf.
Auch diese Impfung sollte jährlich wiederholt werden.
Kaninchenschnupfen
Die Tiere haben eitrig schleimigen Nasenausfluß, eitrige Lidbindehautenzündung und eine
erschwerte Atmung. Oftmals kommt noch eine Schiefhaltung des Kopfes hinzu. Die Krankheit hat
einen eher langsamen Verlauf wobei auch kurzzeitige Zustandverbesserungen vorkommen.
Oftmals führen dann Infektionen der Lunge oder des Gehirnes zum Tode. Ursache der
Krankheit sind Bakterien.
Pasteurellose
Futterverweigerung und oft erschwerte Atmung mit Gelenkschwellungen sind die Symtome.
Es iste ine Infektion die durch infiziertes Futter oder durch Tröpfcheninfektion der Atemwege entsteht.