Am besten ist es immer, möglichen Krankheiten vorzubeugen und nicht erst tätig zu werden,
wenn das Tier bereits erkrankt ist.
Hierzu trägt ein gesundes und abwechslungsreiches Futter, ein sauberer Stall mit frischem und reinem Einstreu und der tägliche Auslauf sehr stark bei. Wenn der Standort des Stalles/Käfiges den Bedürfnissen angepaßt ist, das Tier dann noch die nötige Liebe und Zuneigung bekommt und einen Artgenossen zur Gesellschaft hat, wird es bestimmt nicht so schnell erkranken.
Ein ganz wichtiger Faktor ist auch noch der Stress. Kaninchen reagieren sehr empfindlich auf Stresssituationen.
Dennoch, auch bei der besten Pflege und Vorsorge kann es mal passieren.
Da sollte man dann nicht lange zögern und sofort zum Fachmann gehen. Es ist immer sehr wichtig, das Tier dem Arzt vorzustellen. Leider gibt es viele schlimme Krankheiten, die Anfangs mit Symtomen beginnen, die eine einfache Magenverstimmtung vermuten lassen und dann doch tödlich enden können.
Hinzu kommt, dass Kaninchen sehr stille Tiere sind und sich nicht wie eine Katze oder eine Hund bemerkbar machen wenn es ihnen nicht so gut geht. Sie verkrichen sich in eine Ecke, fressen und trinken nicht mehr und verhalten sich ganz ruhig. Da muss man schon etwas genauer hinsehen, damit man bemerkt, dass das Tier krank sein könnte. Es ist keine Floskell:
Bitte immer zum Fachmann gehen und das kranke Tier vorstellen!!!
Ich stelle hier im Anschluss einige Krankheiten vor und gebe auch den ein oder anderen Tipp, wie man die Tiere Erstversorgen kann. Natürlich ersetzt das keinen Arztbesuch und ich übernehme auch keinerlei Haftung. Die Angaben beruhen auf meinen eigenen Erfahrungen mit meinen Tieren oder sind erlentes Wissen.
Die Aufstellung der Krankheiten soll zur Information dienen.
Oftmals passieren schlimme "Unfälle"
aus Unwissenheit heraus und weil "so ein bischen Durchfall ja nicht so schlimm sein kann" stirbt dann am Ende so manch ein Tier.
Weiß man aber von den Krankheiten, ist man sich der Gefahr das Tier schlimmstenfalls sogar zu verlieren, viel bewußter und handelt entsprechend.
Als erstes möche ich einmal beschreiben, woran man ein krankes Tier erkennt:
Ich kann nicht oft genug erwähnen, dass diese Seite keinen Arztbesuch ersetzt und nur der Tierarzt entscheiden kann, wie schwer krank das Tier ist!!!!!!!
Bei leichten Beschwerden oder wenn die Beschwerden bereits bekannt sind kann man die Heilung des Tieres unterstützen.
Leider ist das Verdauungssystem des Kaninchens sehr empfindlich, aus diesem Grunde entstehen hier auch die häufigsten Beschwerden.
Als erstes muss der Käfig gründlich gereinigt und sämtliches Grün- und Saftfutter vom Speiseplan gestrichen werden. Geben Sie dem kleinen Patienten nur gutes Heu und lauwarmen Kamillentee. Geeignet sind auch Zweige von Eiche oder Weide zum Knabbern (bitte nur die Äste und kein Laub), da diese die Heilung unterstützende Gerbstoffe enthalten. Meine Tierärztin hat mir den Tipp gegeben, dem kranken Tier ein Möhrengläschen (die für Babys ab dem 4. Monat - ohne weitere Zutaten) zu geben und unser Felix hat diesen Brei sehr gerne und mit bestem Erfolg gefressen.
Die Heukur sollte ruhig auch noch 2-3 Tage nach Linderung der Beschwerden eingehalten werden. Falls der Durchfall nach 2 Tagen noch nicht besser geworden ist, bitte unbedingt zum Tierarzt gehen und eine Kotprobe mitnehmen. Das erleichtert dem Tierarzt die Untersuchung und sie ersparen sich eine weitere Fahrt.
Bitte beachten: Nur bei leichtem Durchfall ist eine Selbstbehandlung möglich.
Sollte der Kot sehr dünnflüssig sein, unangenehm riechen, Blut enthalten, der Leib des Tieres stark aufgebläht sein, es flach atmen oder mit den Hinterläufen trommeln gehen Sie sofort zum Arzt!!!!!!
Hierbei ist es recht schwer zu erkennen. Die Tiere sitzen mit gekrümmten Rücken im Käfig und mühen sich bei dem Versuch die Köttelchen abzusetzen ab. Die evtl noch abgehenden Köttelchen sind nicht richtig rund und haben eine auffällig rauhe Oberfläche. Sie sehen nicht so "geschmiert" aus wie es normalerweise der Fall ist. Ofmals fressen die Tiere auch nicht mehr. Mit ein bisschen Erfahrung kann man eine gespannt Baudecke und evtl. sogar den gefüllten Darm erstasten.
Als erstes sollte abgeklärt sein, dass genügend Wasser zur Verfügung steht. Vielleicht ist die Nippeltränke verstopft oder das Tier kommt mit der neuen Tränke nicht zurecht. Entfernen sie jegliches Trockenfutter und versuchen sie das Kaninchen dazu zu bringen, dass es sich bewegt (natürlich nur durch sanfte Anregung und mit keinerlei Gewallt!!). Bei Bewegung entlert sich der Darm leichter.
In den nächsten Tagen sollte das Tier nur leicht verdauliche Grünkost bekommen, wie z.B. Feldsalat, Löwenzahn oder auch Fenchel.
Zur Kotabsatzunterstützung kann man dem Patient drei mal täglich eine kleien Menge Paraffinöl (bekommt man in jeder Apotheke) eingeben. Eine Bauchmassage (wenn der kleine Liebling sich das gefallen lässt) hilft auch.
Sie können auch etwas Milchzucker (kennt man von der Behandlung mit Säuglingen) im Wasser auflösen und in die Nippeltränke geben. Die Tiere mögen den leicht süslichen Geschmack (das verleitt zum Trinken) und es wirkt auflockernd. Bitte die Dosierung im Verhältnis (Gewicht) auf das Kaninchen umrechnen.
Leider gibt es aber auch noch viele andere Krankheiten, mit denen unsere Lieblinge kämpfen müssen.
Bei zugempfindlichen Tieren und widerkehrenden Entzündungen kann eine Behandlung mit dem homöopathischem Mittel Euphrasia probiert werden. Hierzu 3 Globuli D3 in einem Glas Wasser auflösen und den Tieren mit einer Spritze (ohne Nadel) täglich ein paar Tropfen einflößen.
Diese Aufstellung der Krankheiten soll zur Information dienen. Oftmals passieren schlimme "Unfälle" aus Unwissenheit heraus und weil "so ein bischen Durchfall ja nicht so schlimm sein kann" stirbt dann am Ende so manch ein Tier. Weiß man aber von den Krankheiten, ist man sich der Gefahr das Tier schlimmstenfalls sogar zu verlieren, viel bewußter und handelt entsprechend.
Nun bleibt mir nur noch unseren Kaninchen viel Gesundheit und ein langes Leben zu wünschen.